Schmerlen für die Wissenschaft - Proben gesucht!
Wir sind eine Arbeitsgruppe, die sich vorzugsweise mit der Genetik,
Verbreitung und Biologie von Schmerlen beschäftigt und möchten in einem
Projekt einen genetischen Überblick über die Familie Cobitidae erstellen.
Dazu suchen wir erst einmal möglichst viele Proben zusammen; denn natürlich
möchten wir die Cobitidae so umfangreich wie möglich erfassen. Da wir selber
begeisterte Aquarianer sind, liegt es für uns nahe, uns mit diesem Problem
an die Schmerlenhalter zu wenden. Deshalb möchten wir hier alle Pfleger von
Schmerlen der Familie Cobitidae (d.h. der Unterfamilien Botiinae und
Cobitinae) aufrufen, uns bei der Organisierung der Proben zu helfen.
Besonders gilt das für die Pfleger von ausgefallenen Arten und Gattungen,
d.h. Fischen, die nicht regelmässig im Handel auftauchen. Wer uns helfen
möchte, schickt uns eine kurze Nachricht mit den gehaltenen Arten.
Hier ist das Formular zum Eintragen der wichtigsten Daten.
ACHTUNG : BIS AUF WEITERES WERDEN DIE DATEN AN WWW.SCHMERLEN.DE GESENDET, DA ES SICH HIER UM EINE ERPROBUNG HANDELT !
Die Proben können ganze Fische sein oder, bei seltenem Material, auch Teile von
Fischen (z.B. Flossenstücke, die wachsen wieder nach) lebend, gefroren oder
in reinem Alkohol. Die Angabe des Fundortes bzw. der Herkunft (z.B.
Aquarienhandel) wäre nötig und bei Gewebeproben ein gutes Foto des Fisches
für die Identifikation.
Die beste Fixierung der Gewebeprobe für DNA-Untersuchungen ist reiner, unvergällter Ethanol-Alkohol. Das Zeug ist nicht ganz billig, aber es reicht ein Milliliter für ein Stück Flosse - Ethanol-Alkohol ist in beinahe jeder Apotheke zu erhalten. Es geht auch ein getrocknetes Stück einer Flosse, aber dann richtig trocken, damit es nicht verdirbt.
Der Körper ist am besten in 3-4%ige Formalin-Lösung aufgehoben, (aber das macht die DNA kaputt, deshalb unbedingt vorher die DNA-Probe abschneiden).
Fische können grundsätzlich auch lebend ankommen, das ist ein rein logistisches Problem und bedarf einer vorherigen Abstimmung zwischen Versender und Empfänger.
Der Spender wird natürlich in Veröffentlichungen,
die sein Material beinhalten, namentlich erwähnt. Für jede Zuschrift, auch
Tips über gute Bezugsquellen ausgefallener Schmerlen, sind wir dankbar.