Misgurnus fossilis

Unterordnung Cobitoidae Familie Cobitidae
Unterfamilie Cobitinae Art Misgurnus fossilis
Deutsche Bezeichnungen Schlammpeitzger Andere Bezeichnungen keine

Sozialverhalten keine Daten Die Lebensräume dieses Fisches sind stehende Gewässer mit schlammigem Grund.
Hier vergräbt er sich meist und nutzt seine Fähigkeit zur Darmatmung.
Pflegehinweise ph= 6,5-8,0
GH= 2-12
KH= keine Werte
Temp. 10-25 °C
keine Daten
Zuchthinweise ph= keine Werte
GH= keine Werte
KH= keine Werte
Temp. 22°C

In der Laichzeit (April bis Juni) legen die Weibchen ca. 70.000-150.000 Eier von 1,5 mm Durchmesser an Wasserpflanzen ab (phytophiler Laicher). Die Eiablage erfolgt portionsweise und kann sich über mehrere Wochen erstrecken, die Larven schlüpfen nach ca. 10 Tagen. Die Larven besitzen vorübergehend fadenförmige äußere Kiemen, als Anpassung an den niedrigen Sauerstoffgehalts der Wohngewässer.


Literatur keine Daten
Futter Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus wirbellosen Tieren der Bodenfauna, die er mit seinen insgesamt 10 Barteln aufspürt (6 am Oberkiefer, 4 am Unterkiefer)
Herkunft Europa
Pflegeaufwand mittel +++
Fischlänge 15-25 cm !!!
min. Beckenlänge ab 200 cm
Besonderheiten Nur für Profis zu halten!
Kaltwasserfisch !! Der Schlammpeitzger ist der größte Fisch unter den Schmerlenartigen. Das Maul ist unterständig, die Maulspalte eng. Die Schuppen sind sehr klein, der Körper ist mit einer starken Schleimhaut überzogen. Der Schlammpeizger hat einen walzenförmigen Körper, der vorne fast drehrund ist und hinten seitlich etwas zusammengedrückt. Von den 10 Barfäden kommen 6 am Oberkiefer vor und 4 am Unterkiefer. Die vordere Nasenöffnung ist röhrenförmig. Im Gegensatz zu den Cobitis-Arten hat der Schlammpeizger keinen Augendorn. Der Schlammpeitzger ist imstande, bis zu 70 % seines Sauerstoffbedarfs über die Haut zu decken (Hautatmung). Bei sehr geringen Wasserständen und im Winter gräbt er sich im Schlamm ein und verfällt in eine Art Dauerschlaf, der bei ungünstigen Bedingungen bis zu einem Jahr dauern kann. Gegenüber Luftdruckschwankungen ist der Schlammpeizger jedoch sehr empfindlich. Bei nahendem Gewitter zeigt er ein unruhiges Verhalten, weshalb er auch Wetterfisch genannt wird. Status: stark gefährdet, in den Bereichen wo durch Grund- und Schlammräumung die Lebensräume vernichtet werden
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