Botia nigrolineata - Erfahrungsbericht

Heute sind die neuen Botia nigrolineata eingetroffen. 10 Stück, die ich zu Platys und Pandapanzerwelsen in das 300 Liter Becken gesetzt habe. Ich gebe zu, eine sehr internationale Mischung, nichtsdestoweniger haben sich die Botias gleich mit den Pandas angefreundet und toben jetzt in gemischten Trupps quer durch das ganze Becken. Großen Spass scheint es ihnen zu machen, sich gegen die Strömung des Filters zu stellen bzw. dagegen anzuschwimmen. Sie sind überhaupt nicht scheu, haben auch gleich gefressen - rote Mückenlarven schmecken eindeutig besser als schwarze :-) und sind ausgesprochen aktive Schwimmer, die im Gegensatz zu ihren Artgenossen im kleineren Becken das ganze Becken voll ausschwimmen.
7 Tage sind vergangen, die Schmerlen haben sich inzwischen etwas beruhigt - haben wohl festgestellt, dass das Aquarium rundherum geschlossen ist, dass sie daher weder hinaus können noch irgendwelche Feinde herein.
Sie sind allerdings immer noch sehr schwimmfreudig und ausgesprochen tagaktiv.
Vor ein paar Tagen habe ich noch 9 Otocinclus in das Becken gesetzt - da gab es sofort wieder einen gemischten Schwarm und ich musste immer sehr genau hinschauen ob da jetzt eine Schmerle oder ein Oto vorbeischwimmt. Ich hab fast den Eindruck, dass die doch recht ähnliche Färbung auf die Fische anziehend wirkt. Zwei von den Botias haben sich ein bisschen abgesondert und eine Höhle besetzt, in der sie sich sehr häufig aufhalten und zwar durchaus mit Körperkontakt. Die Höhle teilen sie sich gelegentlich mit einem Maronibuntbarsch aber ganz friedlich - der Maroni hält sich an einem Ende der Höhle auf, die Botias am anderen (die Höhle ist eine Art durchgängige Röhre ca 20 cm lang, 2 cm breit und 3 bis 4 cm hoch. Zu den anderen Fischen verhalten sich die Schmerlen absolut friedlich. Beim Fressen sind sie unkompliziert, fressen alles was ich füttere und zwar sowohl vom Boden als auch Tabletten von der Scheibe und der größte Hit waren heute lebende Wasserflöhe, die sie freischwimmend im Wasser gefangen haben. Sie zeigen ausgeprägtes Gruppenverhalten obwohl man gelegentlich auch mal eine einzelne Schmerle sieht, die Gruppen dürften aber keine fixe Zusammensetzung haben sondern sich immer wieder neu mischen. Sie sind überhaupt nicht scheu oder schreckhaft, beim Photographieren haben sie sich geradezu in Position gesetzt, wie ich angefangen habe, waren gerade mal zwei Schmerlen auf dem Baumstamm, dann sind immer mehr dazu gekommen.
Irene Stur

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