Geschlechtsunterschiede bei Lepidocephalichthys-Arten

  Im Gegensatz zu den europäischen und asiatischen Steinbeißern der Gattung Cobitis ist bei ihrem tropischen Pendant den Lepidocephalichtys der letzte Brustflossenstrahl von besonderer Bedeutung.

Sind bei den Cobitis oder auch bei den Schlammpeitzgern (Misgurnus) der erste oder zweite Brustflossenstrahl verdickt, so ist es bei den Südostasiatischen Verwandten der Letzte der bei den Männchen deutlich verdickt ist.
Das macht bei diesen Schmerlen die Unterscheidung von Männchen und Weibchen mit etwas Übung sehr leicht (das gilt für alle hier genannten Gattungen) was man ja nicht von allen Schmerlen sagen kann.

Bei der Art Lepidocephalichthys guntea ist es sogar so, dass die Geschlechter verschieden gezeichnet sind. Während die Weibchen mehr gefleckt sind, haben die Männchen einen mehr oder weniger deutlichen Querstreifen. Allerdings ist die Musterung nicht immer ganz zuverlässig, die Geschlechtsbestimmung anhand der Brustflossen ist da meiner Erfahrung nach sicherer.

Anstatt zu erklären wie so ein Strahl dann aussehen sollte zeige ich es lieber anhand von Bildern. Da kann man mehr mit anfangen. Stellvertretend für verschiedene Arten der Gattung habe ich bereits genannte L. guntea ausgewählt, weil ich von denen das beste Bildmaterial habe. Mir ist bislang keine Ausnahme in der Gattung (Egal ob Lepidocephalus oder Lepidocephalichthys) bekannt geworden. Ich schließe aber sicherheitshalber nicht 100%ig aus das es nicht doch eine gibt.

Lepidocephalichthys guntea
Männchen



Ein auch anhand der Zeichnung gut zu erkennendes Männchen. Unübersehbar ist auch hier der Flossenstrahl.

Ein Weibchen, von der Musterung her ein Fall wo ich mir lieber über die Flosse Gewissheit verschaffe.

Bei kleineren Arten der Gattung ist das natürlich etwas schwieriger zu erkennen, ist aber nur eine Übungs- und Erfahrungssache.

Thomas

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